Fachkräfte aus Kitas, Schulen und Frauenhäusern

Seminarangebot

Kinder und Jugendliche in Familien mit Partnerschaftsgewalt

Entwicklungsrisiken für Kinder und Jugendliche und Resilienz fördernde Zugänge

Zielgruppen: Lehrer*innen und pädagogische Mitarbeiter*innen in (Grund)Schulen, Kindertagesstätten und Frauenhäusern

25.-27.10.2023 im Bildungs- und Tagungszentrum Ostheide

In vielen Familien mit gewaltgeprägten Partnerschaften sind Kinder und Jugendliche involviert, die nicht nur zu Zeug*innen dieser Gewalt werden können, sondern zugleich auch Opfer der häuslichen Gewalt sind. Das Miterleben häuslicher Gewalt kann für sie in den betroffenen Familien dazu führen, dass sie sich in Folge oft hilflos, traurig, ohnmächtig oder sogar schuldig fühlen, weil sie der Gewalt nicht Einhalt gebieten können oder sich gar selbst als Auslöser für die Gewalt verstehen.

Für Lehrer*innen und pädagogische Mitarbeiter*innen in Kitas, Schulen und Frauenhäusern ist demzufolge ein fundiertes Wissen über die Zusammenhänge und Dynamiken häuslicher Gewalt und deren Auswirkungen notwendig, um Signale und Anzeichen betroffener Kinder und Jugendlicher verstehen und deuten sowie durch unterstützende pädagogische Maßnahmen Entwicklungsrisiken entgegen wirken zu können. Ziel der Fortbildung ist es daher, die Teilnehmer*innen für die spezifischen Bedürfnisse und Bedarfe der Kinder und Jugendlichen im Kontext von Partnerschaftsgewalt zu sensibilisieren, um Kindeswohlgefährdung entgegenzuwirken und das Kindeswohl zu unterstützen. Die Fortbildung zeigt ressourcenorientierte und Resilienz stärkende Handlungsansätze für die pädagogische Praxis auf, um die Kinder und Jugendlichen in dieser schwierigen Situation zu stärken und individuell begleiten zu können. Wesentliche Aspekte im Rahmen der formalen Kinderschutzverfahren werden aufgegriffen, wobei auf verbesserte Vernetzungs- und Kooperationsbeziehungen und ihre Gelingensbedingungen eingegangen wird.

Ziele:
– Vermittlung von Kenntnissen in Bezug auf Ursachen, Erscheinungsformen und Folgen von häuslicher Gewalt.
– Sensibilisierung für die besondere Situation der von häuslicher Gewalt betroffenen Kinder und Jugendlichen und Reflexion dieser in Bezug auf den Alltag in Kitas, Schulen und Frauenhäusern.
– Erste Ideenentwicklung und Handlungsoptionen im Umgang mit der Thematik “häusliche Gewalt”, Ressourcen- und Resilienzstärkung insbesondere durch Partizipation in Kindertagesstätten, Schulen und Frauenhäusern.
–  Austausch und mögliche Vernetzung der Teilnehmer*innen.

Für die Teilnahme an den Kursen sind ausdrücklich Lehrer*innen und pädagogische Mitarbeiter*innen in (Grund)Schulen, Kindertagesstätten und Frauenhäusern jeglichen Geschlechts erwünscht.

Das dreitägige Seminar wird im Rahmen des Projektes „Kinder(leben) in Familien mit Partnerschaftsgewalt. …“ entwickelt und umgesetzt. Die erste Erprobung findet am 23.-25.11.2022 im Europahaus in Aurich statt. Im Rahmen des Projektes wird das Seminar evaluiert und eine dementsprechende zweite Erprobung am 25.-27.10.2023 im Bildungs- und Tagungszentrum Ostheide angeboten.

Beide Seminare sind für die Teilnehmer*innen kostenfrei, die Reisekosten sind selbst zu tragen. Eine Beteiligung an den Evaluationsverfahren wird vorausgesetzt.

– 1. Erprobung der Fortbildung für Fachkräfte in Kitas, Schulen und Frauenhäusern im Europahaus in  Aurich (23.-25.11.2022)

 – 2. Erprobung Fortbildung für Fachkräfte in Kitas, Schulen und Frauenhäusern im Bildungs- und Tagungszentrum Ostheide (25.-27.10.23)

Folgende Seminarzeiten sind für die Fortbildung nach derzeitigem Planungsstand vorgesehen:

Diese Seite wird im Laufe des Projektes kontinuierlich ergänzt und aktualisiert